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Gentechnick in der Landwirtschaft
Leben im Überfluss und Hunger in der Welt
Industrialisierung der Landwirtschaft
Subventionierte Ungerechtigkeit
Der lange Weg vom Feld zum Teller
Literatur


"Wenn Sie im Senegal auf den Markt gehen, können Sie europäische Früchte zu einem Drittel der einheimischen Preise kaufen. Also hat der senegalesische Bauer keine Chance mehr, das Auskommen zu finden."
Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Menschenrecht auf Nahrung

2004 haben die OECD-Staaten ihre Landwirtschaft mit 226 Milliarden Euro gestützt. Innerhalb der OECD gibt es aber erhebliche Unterschiede: am unteren Ende liegen Australien und Neuseeland, die ihre Bauern mit weniger als 5% stützen, am oberen Ende Island, Norwegen und die Schweiz mit mehr als 70%. Die EU liegt mit 34% etwas über dem Durchschnitt von 30%.

Ein Gutteil dieser Förderungen sind Exportsubventionen: sie helfen, überschüssige Agrarerzeugnisse, die auf den Inlandsmärkten nicht abzusetzen sind, auf den Weltmarkt zu verkaufen. Diese künstliche Verbilligung drückt die Weltmarktpreise und macht so die Landwirtschaft in vielen anderen Teilen der Welt unrentabel. Selbst die konservativ angesetzten Berechnungen der Weltbank gehen davon aus, dass die landwirtschaftlichen Förderungen in den reichen Nationen den Bauern in armen Ländern einen Markt von mindestens 30 Milliarden Dollar nehmen. Gleichzeitig stellt die Weltbank fest, dass - so absurd das im ersten Moment klingt - eine Streichung der Subventionen dem Landwirtschaftssektor 250 Milliarden Dollar bringen würde. Allerdings mit einer gerechteren Verteilung: Länder mit geringem und mittlerem Einkommen würden mit rund 150 Milliarden am meisten profitieren.

Während in reichen Ländern wie jenen der OECD die Landwirtschaft nur rund 5% der Beschäftigung ausmacht und nur 2% zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt, macht die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern einen durchschnittlichen Anteil von 36% am BIP aus und beschäftigt etwa 70% der Arbeitskräfte. Der aktuelle Report "The State of Agricultural Commidity Markets" der Welternährungsorganisation FAO unterstreicht, dass rund 2,5 Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern unmittelbar von der Landwirtschaft abhängig und am meisten von schwankenden und sinkenden Lebensmittelpreisen betroffen sind.

QUELLEN UND WEITERFÜHRENDE LINKS:
www.fao.org
www.oecd.org
www.globalpolicy.org
www.wupperinst.org
www.oxfam.org
www.weed-online.org
www.panda.org
www.foe.org

 
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